Landau & Kindlbacher
DEEN
D-E
Dornier Museum Friedrichshafen

Der anspruchsvolle Entwurf des Museums mit seinem großmaßstäblichen Innenraum steht im Mittelpunkt des Innenarchitekturkonzeptes. Die Grundidee des multiflexiblen Hangars wird in der Innenarchitektur aufgegriffen. Ein hochflexibles Raumsystem ermöglicht die Reaktion auf alle Veranstaltungsvarianten, Tageszeiten und die unterschiedlichen Besucherströme unter Beibehalt einer hohen innenarchitektonischen Qualität.

 

Für vier Raumzonen wird eine Grundstruktur entwickelt:

Zone 1: maximale Flexibilität (Eingangsbereich - Kasse - Shop - Bibliothek - Hall of Fame)

Zone 2: Konzentration und Entspannung (Seminar - Cafe - Küche – Verwaltung)

Cafe und Seminarraum haben direkten Blickbezug zum Rollfeld. Diese Räume können je nach Bedarf zusammengeschaltet oder getrennt werden.

Zone 3: Aktion: Kinderparadies

Zone 4: Aktion: Freiflächen - Cafe - Außenraum - Kinderspielfläche im Freien

 

Lineare Lichtstrukturen versorgen den Eingangsbereich mit direktem und indirektem Licht. Zu dieser Grundbeleuchtung übernehmen flexible Richtstrahler in der Struktur die Effektbeleuchtung einzelner Bereiche. Im Cafe und Seminarbereich wird ein warmes Lichtmilieu über die Leuchten in den "Cut-Outs" erzeugt.

Es wird eine schlüssige, hochflexible Möbelfamilie entwickelt, die alle Funktionsanforderungen des Museums erfüllen kann. Das "Plug&Play"-Prinzip ermöglicht die mediale Bespielung bzw. Elektrifizierung aller Elemente über Bodentanks bzw. Deckenauslässe in den linearen Lichtstrukturen. Alle Möbel sind frei gruppierbar und in allen Museumsbereichen einsetzbar. Durch die Wiederholung der Details und der Materialität der einzelnen Möbeltypen wird eine ruhige und unaufgeregte Raumatmosphäre erzeugt.

Bauherr: 

Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, München
Wettbewerb: 2007