Landau & Kindlbacher
DEEN
D-E

Projektvorstellung Wohnanlage Rupprechtstraße / Gabrielenstraße in München

Der Neubau der Wohnanlage gibt durch seine klare Form eine Antwort auf die Vielfalt der Architektur und Gebäudeformen in der nahen Umgebung. Die Blockrandbebauung wird mit dem L-förmigen Vordergebäude vollständig geschlossen während der Innenhof durch ein Gartengebäude ergänzt wird. Das Vordergebäude passt sich mit fünf Vollgeschossen in Höhe und Breite an den Bestand im Geviert an und ermöglicht im Galeriegeschoss, das zum Innenhof als Staffelgeschoss ausgebildet wird, großzügige Freibereiche für die Wohnungen. Das Rückgebäude mit vier Vollgeschossen greift den geplanten Neubau im Westen und den zweigeschossigen Bestand im Osten auf. Das Gartengebäude wirkt sich positiv auf die Anordnung des benachbarten Bestands aus. Die Gebäudetiefe orientiert sich ebenfalls am Bestand im Geviert. Die Positionierung des Vorder- bzw. Gartengebäudes schafft eine attraktive Hofsituation, die für private Gartenanteile optimal genutzt werden kann.

 

Die L-förmige Schließung der Blockrandbebauung folgt der ortstypischen Parzellierung der Nachbarbebauung und ist in drei Häuser unterteilt – Gebäude Gabrielenstraße, Eckgebäude, Gebäude Rupprechtstraße. Diese Teilung findet sich sowohl in den Grundrissen als auch in den Ansichten wieder und vermittelt einen maßstabsgerechten Umgang mit der ortsuntypischen Größe des Neubaus. Die drei Straßenfassaden sind klar gegliedert in ein Sockelgeschoss, drei Regelgeschosse und ein Dachgeschoss. Eine materialgerechte, differenziert gestaltete, klassische Lochfassade mit hellem, mineralischem Putz und großzügigen Fensteröffnungen halten wir an diesem Ort für angemessen. Die Unterscheidung der einzelnen Häuser findet in der Farbigkeit, der Ausarbeitung der Absturzsicherungen und in den Betonungen durch Putzfaschen statt. Die Gebäudeecke Rupprechtstraße / Gabrielenstraße nimmt im Sinne des klassischen Städtebaus im Gegensatz zum Bestand eine prägende Rolle im Stadtbild ein. Durch die im klassischen Wohnungsbau typische Ecküberhöhung, nimmt der Kreuzungspunkt im Gegensatz zum Bestand seine strukturierende Rolle im Stadtbild ein. Um die Fassaden in ihrer Länge zusätzlich zu gliedern sind Teilbereiche durch Schildwände überhöht, ein Motiv, welches in den Bauten der Umgebung häufig zu finden ist. Im Rückgebäude werden für mehr Offenheit wie auch Privatheit moderne Gestaltungselemente verwendet. Die horizontale Betonung der Geschosse durch eine vortretende Bänderung erzeugt ein modernes Fassadenbild. Durch ähnliche Farbigkeit und Materialität schaffen die Vordergebäude und das Gartengebäude ein gemeinsames Bild, aber unterstreichen die Vielfalt und die Entwicklung im Geviert.

 

 

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Fläche:

BGF oberirdisch: ca. 10.200m2

ca. 96 Wohneinheiten

244 PKW-Stellplätze

Fertigstellung:2021

 

 



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