Landau & Kindlbacher
DEEN
D-E
Danner-Rotunde in der Pinakothek der Moderne
München

Ziel war es, die vorgefundenen architektonischen Strukturen der Pinakothek der Moderne weitestgehend zu belassen und nur durch wenige Eingriffe zu akzentuieren.

Im Anschluss an die permanenten Ausstellungsräume der Neuen Sammlung zum Thema Design entstand so der neue Dauerausstellungsbereich für Schmuck  – die Danner-Rotunde – im 2. Untergeschoß, genau unter der zentralen Rotunde der Pinakothek der Moderne. Der spannungsvolle Raum ist geometrisch beschrieben ein 180° umfassendes Kreisringsegment. Die treppenartige Profilierung der Decke ergibt sich aus der Negativform der amphitheaterartigen Anlage des darüberliegenden Stuhlmuseums.

Die archaische Qualität der Raumhülle mit den massiven Betonstützen und der Sichtbetondecke wird bewußt erhalten und steht im spannungsreichen Kontrast zu den filigranen, feingearbeiteten Ausstellungsstücken. Den Brückenschlag zwischen diesen Elementen bilden die Vitrinen, die in ihrer klaren geometrischen Formensprache nicht weiter zu reduzieren sind.

Die drei Elementebenen der Ausstellungsarchitektur verlaufen konzentrisch zum Mittelpunkt der Rotunde. Sie ordnen sich der dominanten Hierarchie des Raumes unter, wirken unaufgeregt und selbstverständlich im Raum plaziert. Die zentralen Elemente bilden die radialen, T-förmigen Tischvitrinen.  Die bis zu 6 m langen Vitrinen mit den großen seitlichen Auskragungen wurden aus einem Stück gefertigt und stellen das maximal Machbare in statischer und handwerklicher Hinsicht dar. Dem statischen Elementen der T-Vitrinen wird das flexible Ausstellungssystem an den äußeren Umfassungswänden zur Seite gestellt. Eine umlaufende Monorail an der Decke dient zur Aufnahme dieser verschiebbaren, raumhohen Vitrinen. Das dritte Element bilden die Standvitrinen entlang der inneren Wandradialen. Die Lichtstimmung des gesamten Raumes wird über die Beleuchtung der Vitrinen erzielt.

Das Hauptthema des architektonischen Konzeptes ist die Reduktion des Entwurfes auf das absolut Wesentliche. Gleiches gilt für die Detailausbildung, bei aller Reduktion können hier die hohen Ansprüche in konservatorischer und sicherheitstechnischer Hinsicht erfüllt werden. Dieser Minimalismus überhöht die Wirkung des Raumes und lenkt das Hauptaugenmerk auf die Ausstellungsstücke.

Bauherr: 

 

 

Danner-Stiftung,

vertreten durch Die Neue Sammlung, Staatliches Museum für angewandte Kunst, München, Prof. Dr. Florian Hufnagl

Fläche:285 m2
Fertigstellung:2004